Schnell-Ladestationen oder «DC-Lader» (direct current = Gleichstrom), sind besonders leistungsfähig und verfügen über eine Ladeleistung von 50-150 kw, moderne «High-Power Charger» sogar bis zu 350 kw. Generell gilt für Ladestationen und E-Fahrzeuge: Je schneller sie laden können, umso teurer die Technik, die dahintersteckt.
Leistungsstark, effizient, aber aufwändig in der Planung
Während die Nutzenden Kaffee trinken, lädt ihr Fahrzeug. Für den schnell bezogenen Strom sind sie bereit, mehr zu zahlen. Durch die schnellere Ladezeit sind die DC-Lader effizienter – auch was den benötigten Platz angeht. Das ermöglicht den Betreiberfirmen lukrative Geschäftsmodelle.
Da an den Schnell-Ladestation wesentlich mehr Ladevorgänge pro Tag möglich sind, kann es sich auch für Unternehmen lohnen, eine Schnell-Ladestation auf ihren allgemein zugänglichen Parkplätzen zu installieren – vorausgesetzt, die Fahrzeuge bleiben nach dem Laden nicht länger stehen als nötig. Sonst blockieren sie den Ladepunkt für die Nächsten. Dies liesse sich z. B. über eine erhöhte Parkgebühr regulieren.
Insgesamt sind die Herausforderungen einer Schnell-Ladestation etwas anders als bei den Langsam-Ladern:
Schnell-Ladestationen stellen hohe Anforderungen an das Verteilnetz.
Die Standorte müssen strategisch gut liegen, um die Stromversorgung sicherzustellen und eine hohe Auslastung zu ermöglichen.
Die Planung ist insgesamt aufwändiger und zeitintensiver.
Aktuell sind viele Schnell-Lader noch nicht optimal ausgenutzt. Mit dem erwarteten Anstieg an E-Fahrzeugen wird sich dies in den nächsten Jahren jedoch ändern.